Ein Jahr Windpark Külsheim

Am 15. Juni ist Tag des Windes und es ein Jahr her, dass der Windpark Külsheim im Juni 2016 in Betrieb genommen wurde.

„Aus unserer Sicht war es ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagt Dr. Norbert Schön, Geschäftsführer des Stadtwerks Tauberfranken, welches neben der Stadt Külsheim, dem Partner-Stadtwerk Külsheim und zahlreichen Bürgern an dem Windpark beteiligt ist. Allein im ersten Quartal 2017 erzeugten die fünf Windkraftanlagen knapp 10 Millionen Kilowattstunden Strom.

Dass der Windpark in Külsheim ein Erfolg werden würde, zeichnete sich schnell ab. Einerseits war das Interesse der Külsheimer Bürger, sich an dem Projekt zu beteiligen, enorm. Andererseits wurden in den ersten Monaten die Planzahlen für die Windproduktion erreicht. So waren die fünf Windräder im städtischen Wald bei Külsheim beispielsweise im November mit einer Produktionsmenge von 3,4 Millionen Kilowattstunden Strom die ertragreichsten im Vergleich zu anderen Windparks der Thüga Erneuerbare Energien. „Im März 2017 konnte diese Menge mit 3,9 Millionen Kilowattstunden Strom noch einmal übertroffen werden“, so Dr. Schön. Damit verbunden sind hohe CO2-Einsparungen von rund 15.000 Tonnen pro Jahr gegenüber konventionell erzeugtem Strom aus fossilen Brennstoffen.

In den vergangenen Monaten sind nicht nur die Windräder zuverlässig gelaufen, auch die Arbeiten an der Renaturierung kommen voran. Die für den Bau der rund 200 Meter hohen Windkraftanlagen notwendigen Lagerplätze wurden zurückgebaut. Auch der Wald wurde wieder aufgeforstet. Für 1,7 Hektar Fläche, die gerodet wurde, wurden insgesamt bereits 3,3 Hektar neu angepflanzt.

Anteil erneuerbarer Energien über Bundesschnitt

Mit dem Windpark kommt das Stadtwerk Tauberfranken auch seinem Ziel näher, 50 Prozent des im Netzgebiet erzeugten Stroms selbst zu produzieren und dabei auf erneuerbare Energien zu setzen. 2016 lag der Anteil der Erneuerbaren bereits bei 36 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 31,7 Prozent. „In 2017 soll der Anteil auf 47 Prozent steigen“, so die Prognose von Paul Gehrig. Einen großen Beitrag dazu wird der Windpark mit seiner Jahresproduktion von rund 30 Gigawattstunden leisten, von denen 50 Prozent dem Stadtwerk als Anteilseigner zugerechnet werden. Darüber hinaus liefern das Naturwärmekraftwerk und zahlreiche Photovoltaik-Anlagen umweltschonend erzeugten Strom. Außerdem ist das Stadtwerk an der Thüga Erneuerbare Energien beteiligt, die mehrere Windparks deutschlandweit betreibt.